Konzept


Konzept des KinderSpassVereins (KSV Hamburg e.V.)

 

gegr.:04.09.2006 in Hamburg

 

1.Vorsitzender : Dimitrios Panagiotidis

2.Vorsitzender : Anastase Xenos

 

Kassenwart/Schatzmeister: -

Jugendwart: Antony Andreas Gerlach

 

Schriftführer. -

 

Vereinsitz: Hamburg, Bernstorffstraße 160 G), 22767 Hamburg

 

Vereinsregisternr: 19286

 

Mitglied beim Hamburger Sport Bund  ( HSB )


1.Allgemeine Ausgangssituation

 

Die Erfahrungswerte der Gründungsmitglieder aus jahrelanger aktiver Sportler und -Traineraktivität, das Fachwissen aus beruflichen Tätigkeiten hinsichtlich Erziehungswissenschaft, Pädagogik, Soziologie und Sportwissenschaft, sowie empirische Werte und Daten aus Erhebungen über Freizeitverhalten- und Gestaltung im Zusammenhang mit Persönlichkeitsentwicklung von Kindern und Jugendlichen liegen der konzeptuellen Ausrichtung zu Grunde.

Demnach besteht gerade bei Kindern und Jugendlichen in hohem Maße ein Bewegungsdefizit, sowie einseitige und ungesunde Ess und -Ernährungsgewohnheiten, die bei vielen Kindern und Jugendlichen zu entsprechenden körperlichen Folgeerscheinungen wie Übergewicht, Diabetis II und Erkrankungen des Herz- Kreislaufsystems führen.

Die Ursachen für Erstere liegen wiederum in einem veränderten Freizeitverhalten ( starke Zunahme von Beschäftigung mit audiovisuellen/digitalen Geräten bzw. Medien), sowie einem zunehmenden Verlust der sozialen Bedeutung gemeinschaftlich -familiärer Werte, -wie z.B. gemeinsame Mahlzeiten/ Ausflüge ua.- durch  gesellschaftlich-strukturelle Veränderungen auf der soziologischen Mesoebene ( Zunahme von getrenntlebenden Ehepartnern/ Zunahme berufstätiger Alleinerziehender/  Zunahme von sog. Vieljobbern , aber auch der Ausdehnung der Unterrichtszeit in die Nachmittagszeit an vielen Schulen).

Darüber hinaus ist der Zusammenhang zwischen Bildungsgrad und Ernährungsweise wissenschaftlich fundiert nachgewiesen. In bildungsfernen Familien wird weniger Wert auf vielseitige und ausgewogene Ernährung gelegt – mit ursächlich ist sicherlich auch das wesentlich geringe Einkommen in diesen Familien.

Da in sozialen Brennpunkten das Durchschnittseinkommen und der Bildungsgrad eher niedriger sind, treten hier Erscheinungen wie ernährungsbedingte und durch Bewegungsmangel resp. wenig gesundheitsbewusste Lebensweise verursachte körperliche Leiden häufiger bei Kindern und Jugendlichen auf als in anderen Regionen.  Gerade hier möchte der KSV Hamburg e.V. sich besonders engagieren und aktiv sein, gleichwohl der

Verein in möglichst vielen Stadtteilen seine Angebote errichten, unterhalten und ausbauen möchte.

2. Zielbestimmungen

 

Die konzeptuellen Ziele werden bestimmt von den konkreten Angeboten des Vereins:

 

– den sogenannten Sportcampangeboten während der Schulferien und

 

– den Offenen Sportangeboten in den Stadtteilen

 

Sie differieren ,weisen partiell aber auch Kongruenzen auf.

2.1. Zielsetzung bei den sogenannten Trainingscamps

 

Die sogenannten Trainingscamps sollen dem Bedarf an aktiver  und strukturierter Freizeitgestaltung während der SchulFerienzeiten durch ein dem Alter des Kindes/Jugendlichen entsprechendes attraktives, Abenteuer/erlebnispädagogisches und sportbezogenes Angebot zu entsprechen.

 

Dadurch wird:

 

– Kindern und Jugendlichen, die bereits körperlich/sportlich ( privat oder im Verein) aktiv sind, ein gänzlich anderes Sport- und Freizeitangebot unterbreitet, welches die bereits genutzten Angebote jedoch ergänzt und unterstützt, indem es die bereits erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten weiter verbessert und intensiviert, aber auch neue Anregungen und Impulse für andere sportliche Aktivitäten, Erfahrungen und Erkenntnisse liefert – und es werden

– in der Vergangenheit weniger (sportlich) aktive Kindern und Jugendliche, oder solche, die frustrations / mißerfolgsbedingt ihre Aktivitäten wieder eingestellt oder reduziert haben, durch Erfolgserlebnisse, Spaß an den (sportlichen) Aktivitäten und der großen Gemeinschaft – schon während, aber auch nach der Zeit unserer Camps- durch die hiermit verbundenen Erinnerungen positiv  beeinflusst und motiviert , ohne Druck auf diese auszuüben, so dass sie aus sich selbst heraus zu der Überzeugung kommen, dass Sport treiben ( sportliche Aktivitäten) für sie eine sinnvolle Betätigung ist, die viel Spaß macht.

 

Durch die Vielzahl von Sport- und  Freizeitangeboten während der Camps,  einschließlich des sozialen Miteinanders und des daraus resultierenden Gemeinschaftsgefühls soll den Kindern und Jugendlichen Erfahrungen ermöglicht werden, mit denen sie ein hohes Maß an Spaß und Freude an dem Erlebten verbinden und nicht vergessen werden.

Spass und Freude die sind die größten intrinsischen Motivatoren für eine anhaltende       Lern- und Handlungsbereitschaft.

Sportliche Betätigung wird  infolgedessen:

– als Spaß,-Lern,-und Herausforderungsmöglichkeit gesehen, um eigene

Grenzen zu / Fähigkeiten zu verbessern, oder neue Anreize zu finden.

– Dies wiederum führt  zu einer ausgeglichenen und positiv gestimmten                   emotional- psychologischen Grundeinstellung.

– Die gewonnenen positiven Erfahrungen, Erkenntnisse, Fähigkeiten, Einstellungen verhelfen den Kindern und Jugendlichen zu Stärkung des Selbstbewusstseins/ Selbstwertgefühls und damit des Selbstbildes, welches wiederum für eine stabile Persönlichkeitsentwicklung Grundvoraussetzung ist.

Die feste , aber individuell variable Struktur und Gestaltung/ Abläufe der Trainingstage , angefangen mit dem gemeinsamen Frühstück, der individuellen Überlegung , welches Sportangebot am Tage gewählt wird,  dem gemeinsamen Mittagessen, sowie dem Nachmittagsangebot aus Abenteuer- und erlebnispädagogischen Elementen, Sportevents und/ oder zweiter Trainingseinheit zielen bei den Kindern auf eine nachhaltige Prägung der Handlungsmotivation und damit der Handlungsmuster durch den Erwerb sozialer Kompetenzen ab.

Die Teilnehmer sollen auf der Basis von Vorhersehbarkeit und Vertrauen in die Lage versetzt werden, selbständig und bewusst von den verschiedenen Möglichkeiten des Angebots Gebrauch zu  machen und zu erkennen,- warum sie sich für welche Angebote entscheiden.

 

– Kindern und Jugendlichen soll der korrelierende Zusammenhang zwischen Gesundheit, Sport und gesunder Ernährung durch das Vorleben der zuständigen Trainerbetreuer und des zuständigen Personals (als  lerntheoretisches Rollenhandeln ) nahegebracht und verdeutlicht werden, sowie

– die  positive Auswirkung sportlich-aktiver und gesundheits-bewusster Lebensweise auf das  Selbstbild resp. Selbstkonzept an/bei passender Gelegenheit, also jeweils situativ (z.B.  bei sozial-kommunikativen Anlässen wie dem gemeinsamen Mittagessen) erläutert werden.

Die Komplexität des Angebotes, einschließlich seiner konzeptuellen Ziele, erfordert die Einbeziehung pädagogischer Arbeitsweisen hinsichtlich Gestaltung und Durchführung des (Ferien)Freizeitangebotes.

Die Trainer/Betreuer und die weiteren zuständigen Mitarbeiter arbeiten auf der Basis von  handlungsorientierten pädagogischen Ansätzen ( Dazu gehören vor allem ganzheitliche Ansätze, Grundsätze der Akzeptanz und das Lernen mit allen Sinnen ).

2.2. Zielsetzung bei den Offenen Sportangeboten

 

Der KinderSpassVerein bietet in Kooperation mit anderen Vereinen und Schulen sog. Offene Sportangebote an, die sich aufgrund ihrer Gestaltung und Zielsetzungen an den sogenannten Angeboten Offener Kinder- und Jugendarbeit orientieren, und so neben der Initiation sportlicher Aktivität und Erfahrung/ Erlebnisse (vor allem) auch soziale und sozial-pädagogische Intentionen  beinhalten, und sich dadurch von den Angeboten anderer Vereine deutlich unterscheiden.

 

Dies erfordert auch gerade hier die Einbeziehung pädagogischer Ansätze und Methodik:

 

– Durch die Vermittlung  von Körper- und  Gesundheitsbewußtsein, realistischer  Selbst und-Fremdwahrnehmung, sowie der sog. Selbstwirksamkeit, die bei allen Kindern und Jugendlichen gefördert/erreicht werden soll, so dass als mittel/langfristiges Ziel der Aufbau eines positiven Selbstbildes angestrebt wird, orientieren sich die Verantwortlichen Trainer/Betreuer an handlungsorientierten, gesamtheitlichen und systemischen Ansätzen.

 

Aufgrund der Niedrigschwelligkeit dieses Angebotes wird eine große Anzahl von Kindern und Jugendlichen,   insbesondere in den sozialen Brennpunkten , aber auch in sozial unauffälligen Stadtteilen erreicht.

 

Bei dieser Vereinstätigkeit werden folgende Ziel-Schwerpunkte angestrebt:

 

– Die Ermöglichung einer regelmäßige Teilnahme an einem kostenlosen Sportangebot und damit einer sinnvollen Freizeitgestaltung zur

 

–  Schaffung eines Erfahrungs-und Erlebnisraumes mit dem Ziel der Verbesserung kognitiv-emotionaler und physischer Fähigkeiten, sowie der Erweiterung sozialer Kompetenzen mit Schwerpunkt der Eigen- und Fremdwahrnehmung, Kommunikation, Motivation und Konfliktfähigkeit ( sog.soft skills) und

 

– durch integrative und partizipativ- methodische Ansätze wird ein Miteinander von  Kindern und Jugendlichen unterschiedlichster sozialer und kultureller Herkunft im Rahmen von Regelwerken und pädagogischen Grundsätzen der Ganzheitlichkeit und  Akzeptanz angestrebt.

 

– Gerade Kindern aus sozial schwachen, bildungsfernen und sogenannten Familien mit Migrantenhintergrund  soll hier die Möglichkeit gegeben werden, an Kultur-und bildungsorientierten Veranstaltungen und Angeboten ( Sport ist Teil und Ausdruck der gesellschaftlichen Kultur) teilzunehmen und diese auch mitzugestalten.

Diese Möglichkeit haben sie sonst häufig aus unterschiedlichen Gründen nicht.

2.2.1. Offene Sportangebote- sozialgesellschaftliche Verantwortung/ Zielsetzung

 

Die Vereinsführung und die Verantwortlichen des Vereins , die in ihrer Gesamtheit selbst eine große kulturelle Vielfalt, einschließlich entsprechender Lebensläufe, die durch eigene Migrantenstati- und Schicksale bestimmt wurden, und denen daher die vielfältigen Schwierigkeiten von ausländischen Mitbürgern und Menschen mit Migrantenhintergrund, gerade auch von Kindern und Jugendlichen bei der gesellschaftlichen Integration  bekannt oder sogar vertraut sind, möchten mit der Vereinstätigkeit in den Bereichen der Offenen SportAngebote eine besondere Verantwortung

für eben diese Heranwachsenden, und damit vor allem auch eine sozialgesellschaftliche übernehmen, weil die Vereinsführung  im Rahmen dieser Angebote besonders gute Chancen und Möglichkeiten sieht, die gesellschaftliche Integration dieser Gruppen zu unterstützen, zu fördern und zu verbessern und damit einen sozialgesellschaftlichen Beitrag

– zum einen für eine gesellschaftliche Minderheit benachteiligter Jugendlicher und

– zum anderen für die Gesellschaft als den Staat tragende menschliche Gemeinschaft zu leisten.

Denn der Blickwinkel sollte möglichst immer zweidimensional sein:

– Nur sozialkompetente Jugendliche wollen/können integriert werden und dadurch gesellschaftlich und existenziell sicher leben

– nur eine informierte “kompetente“ Gesellschaft kann integrieren und dadurch wachsen und fester/stärker werden.

Dementsprechend ist die methodische Vorgehensweise bilateral, dabei aber nicht gleich in Umfang und Intensität, weil die Arbeit innerhalb des Angebotes mit den Heranwachsenden klar im Vordergrund steht.

 

Die als sozialgesellschaftliche Zielsetzung soll einerseits erreicht werden, indem

– Heranwachsende durch die Teilnahme an den Offenen Sportangeboten an wichtige Umgangsregeln des Miteinanders wie Toleranz, Respekt und Grenzen anderer, die ebenso auf allen höheren Ebenen des gesellschaftlichen Miteinanders ( Familie, Schule, Berufsstätte , staatliche/politische Teilhabe) unabdingbare Voraussetzungen und gleichzeitig Ausdruck des gesellschaftlich-demokratischen Wertesystems darstellen,  herangeführt werden und diese idealerweise internalisieren.

– damit verbundenen Kompetenzen auch Denk- und Handlungsmuster der Heranwachsenden beeinflussen und prägen, die das Leben  innerhalb einer

– Gesellschaft und der Teilhabe an dieser ermöglichen, erleichtern, und als  erstrebenswert erscheinen lassen.

– das sich im Rahmen des Angebots bei den Kindern und Jugendlichen entwickelnde Zugehörigkeits- und Solidaritätsgefühl mit diesem und den Gruppenteilnehmern, sowie der Identifizierung mit dem Angebot -als Teil einer kulturellen Ausdrucksform unserer Gesellschaft- sich mittel-bis langfristig auch dahingehend auswirkt, dass die Teilnehmer sich auch als Teil der Gesamtgesellschaft begreifen und mit dieser identifizieren

( = das Angebot als ein Mikrokosmus der Gesellschaft verdeutlichen ).

 

und andererseits:

Vorbehalte gegen junge Menschen mit Migrantenhintergrund durch den Austausch und Interaktion aller Teilnehmer, Vereinsaktiven, Mitglieder

– untereinander und innerhalb des Vereins, aber auch durch die Teilnahme der Offenen Sportgruppen an regionalen Wettbewerben, die Übertragung von repräsentativer Verantwortung als Jugendgruppenleiter, die Überleitung von Jugendlichen in andere Vereine zur Förderung von Stärken und Fähigkeiten, die Zusammenarbeit des Vereins mit zuständigen Behörden, Ämtern, Einrichtungen – bei „außenstehenden“ Dritten abgebaut werden

– Dadurch die Bereitschaft auf der gesellschaftlichen Meso -und Makroebene für einen akzeptierenden und vorurteilsfreien Umgang mit jugendlichen Migranten im Wege der sog. Aggregation verbessert werden, was Voraussetzung für eine umfangreiche Integration seitens der Gesellschaft ist.

2.2.2 Grenzen der Vereinsarbeit/ Intensivierung

 

Bezüglich der soeben angesprochenen Zielsetzung stößt der Verein nicht nur wegen der Schwerpunktarbeit als Sportverein , sondern auch wegen der finanziellen und personellen Ausstattung und Ressourcen immer wieder an seine Grenzen. Zukünftig ist geplant, diese Vereinsarbeit mit Hilfe von Finanzen durch Foundraising und der Bezuschussung durch staatliche Gelder weiter auszubauen und zu intensivieren. Die Vereinsführung sieht in der Arbeit mit benachteiligten Jugendlichen in sozialen Brennpunkten mittel-und langfristig einen seiner Schwerpunkte.

3.Beschreibung der Angebote

 

Die  zwei großen Bereiche Fussballcamps (Sportcamps) und Offene Sportangebote außerschulischer Art weichen nicht nur hinsichtlich ihrer Zielsetzung, sondern auch bezüglich ihrer Art, Umfang, und Gestaltung deutlich voneinander ab.

3.1. Die Angebote der Sportcamps

 

Diese Angebote finden bisher ausschließlich in den Hamburger Schulferien an fünf verschiedenen Standorten in fünf verschiedenen Stadtteilen statt und zwar in Eimsbüttel, Altona, Bergedorf ,Bergstedt, Wilhelmsburg / Harburg und Barmbek.

 

Bei vier der fünf Standorte dienen schulische Anlagen und Gebäude als Basis und Ausgangspunkt für die weiteren Aktivitäten.

 

In Barmbek findet , weil hier der Stadtpark schwerpunktmäßig mit all seinen Möglichkeiten genutzt werden soll/kann, die Unterbringung und das gemeinschaftliche Miteinander in komfortablen, sehr stabilen AllwetterGroßraumzelten statt

Bei der Durchführung der Sportcampangebote ( aber auch aller anderen) kann der Verein verschiedene städtische/bezirkliche (teilweise auch Öffentliche) Einrichtungen  und Anlagen aufgrund von Kooperationen und Netzwerken innerhalb der Stadtteile-  wie Sporthallen- und Plätze, Schulanlagen z.B. Aulen, Pausenhöfe und  Pausenhallen, darüberhinaus Abenteuer- und Spielanlagen,  nutzen.

 

Die Sportcamps sind organisierte und strukturierte

 

– Ganztagesangebote d.h. von morgens ( 9.00Uhr) bis nachmittags ( ca.17.00) mit Vollverpflegung auf der Basis von ausgewogener Ernährung für heranwachsende bewegungsaktive Menschen

 

– eine Woche ( sie können theoretisch mehrfach hintereinander belegt werden),wobei das Angebot in seinem Umfang und Einzelheiten vorher festgelegt ist,

 

– die Schwerpunkte ( Fussball, Tanzen , Selbstverteidigung, teilweise Reiten) von den Kindern innerhalb der Campwoche, aber auch tageweise frei wählbar ist,- ergänzt werden erstere durch

 

– Abenteuer-und Erlebnisevents ( Kanufahren, Schwimmen gehen, Inlinern, Hockey, Wasserschlacht, Hüpfburgen und Grillfest, Besuch beim HSV/St.Pauli)

 

Gruppen- und Gemeinschaftsorientiert d.h. gegliedert in Gruppen a 10-15 Kinder mit einem zuständigen Trainerbetreuer (= Gruppenleitung kleine Gruppe) , wobei auf drei bis fünf Trainerbetreuer und dessen Gruppen  ein „Supervisor“( = Gruppenleitung große Gruppe) zuständig ist. Diese sind wiederum der Sportcamp/Vereinsleitung direkt unterstellt und verantwortlich. Die Kinder können sich jederzeit bei Fragen, Anregungen, aber auch Problemen jeder Art an ihren zuständigen Trainerbetreuer oder aber auch an den „Supervissor“ direkt wenden. So haben sie immer zwei kompetente Ansprechpartner.

 

– An allen Aktivitäten nimmt das jeweilige Kind/ Jugendlicher entweder mit allen Kindern zusammen- also auch mit allen Gruppen- teil ( Frühstück, Mittag, teilweise Schwerpunkte und Events), aber partiell auch in der großen Gruppe ( meist ca.30-60 Kinder -meist bei Ausflügen) oder auch in der kleinen Gruppe ( Besprechungen, Planungen, Absprachen, Spiele).Alle teilnehmenden Kinder/ Jugendlichen befinden sich folglich für die gesamte Zeit der Teilnahme in ständiger Interaktion mit anderen Teilnehmern/Innen und den TrainerBetreuern/ „Supervisionären“.

– Das Sportcampangebot ist transparent, weil alle Eltern und Kinder vor Beginn zu einem Informationsabend eingeladen werden. Alle Einzelheiten sind darüberhinaus auf der Website des Vereins zu entnehmen , sowie erste wichtige Informationen auch den in allen Stadtteilen ausliegenden Flyern. Außerdem werden am Morgen des ersten Camptages alle wichtigen Informationen von der Sportcampleitung vor allen versammelten Kindern und Eltern wiederholt, sowie der einzelne Tagesablauf vorgestellt auf Besonderheiten hingewiesen.

– Für das Angebot ist pro Kind und Woche ein Pauschalbeitrag zu entrichten, der durch den Hamburger Ferienpass, Geschwister- und Mehrfachteilnahme reduzierbar ist.

Außerdem können Arbeitslose und Geringverdiener von der Zahlung des Beitrages durch  entsprechende Nachweise der Arge und Jobcentern befreit resp. die Kosten von diesen übernommen werden. Der niedrige Pauschalbeitrag ( i.H.v.€ 80 pro Woche und Kind ) ist ein Selbstkostenpreis und nur durch zahlreiche gebührenfreie Nutzungen des Vereins innerhalb seiner Netzwerke möglich.

3.1.Die Offenen Sportangebote

 

Die Offenen Sportangebote finden in Kooperation mit Schulen oder anderen sozialen Einrichtungen wie Stadtteilkultureinrichtungen, Jugendeinrichtungen ua. statt und sind

hinsichtlich der Trägerschaft( Verein) und Struktur ( Niedrigschwelligkeit), sowie Zielbestimmung ( s.P2.2) auch pädagogische Arbeit i.S. Offener Kinder-und Jugendarbeit.

 

In den Stadtteilen Altona, Eimsbüttel, Osdorf  Bahrenfeld und Niendorf finden

– hauptsächlich in sozialen Brennpunkten dieser Stadtteile-

in schulischen Einrichtungen oder Vereinseinrichtungen- und Anlagen 1-2 pro Woche im Nachmittags- , aber auch im Abendbereich ( Altona, Louise-Schröder-Schule 21.30 Uhr) außerhalb des schulischen Bildungsbereichs Offene Sportangebote für alle interessierten Kinder- und Jugendlichen zwischen 6 – 14 Jahren bzw. von 14 -21 statt.

 

Empirisch gesehen

 

Diese Angebote werden von mindestens einem qualifiziertem Trainer geleitet, der darüber hinaus im Normalfall zusätzliche erzieherischen/pädagogischen Qualifikationen, sei es durch entsprechende berufsbildende Abschlüsse, oder aber durch mehrjährige Erfahrungen in diesen Berufsbildern, aufweist.

 

Daraus ergeben sich für die Vereinsarbeit zwei wesentliche pädagogische Ansätze

 

hinsichtlich Gestaltung und Durchführung des (Ferien)Freizeitangebotes orientieren sich Trainerbetreuer und die weiteren zuständigen Mitarbeiter an handlungsorientierten und ganzheitlichen pädagogischen Ansätzen ( Dazu gehören vor allem ganzheitliche Ansätze, Grundsätze der Akzeptanz und das Lernen mit allen Sinnen )

 

a)  ist abhängig von der Anzahl der Teilnehmer

 

b) auf 10 bis 12 Kinder ein Betreuer

 

c)  20 (heutiger Stand)

 

d) 5 Standorte: Stadtpark, Altona/ St.Pauli, Bergstedt, Flottbek/Blankenese

 

e) – für Stadtpark wird Platz 3  der Schulsportplatz und die Sporthalle der Grundschule Carl-Cohn-Strasse vom Bezirksamt Nord zur Verfügung gestellt

 

– für Bergstedt werden 2 Sporthallen( Grundschule Bergstedt + Gesamtschule Bergstedt), die Aula der Grundschule Bergstedt und der Sportplatz  des Fußballvereins  SV Bergstedt vom Bezirksamt Wandsbek zur Verfügung gestellt.

– für Altona wird die Sporthalle + Schulsportplatz der Grundschule Louise Schroeder und der Sportplatz des Fußballvereins Teutonia 10 vom Bezirksamt Altona zur Verfügung gestellt.

 

– für Eimsbüttel wird die Sporthalle der Grundschule Rellinger Straße vom Bezirksamt Eimsbüttel zur Verfügung gestellt

–  für Harburg wird die Sporthalle der Grundschule Kapellenweg und der Sportplatz der Freien Sportvereinigung FSV Harburg vom Bezirksamt Harburg zur Verfügung gestellt.

 

f ) – Schulen: Grundschule Rellinger Strasse, Grundschule Bergstedt, Ganztagsgrundschule Louise Schroeder, Grundschule Tornquist Straße, Gesamtschule Bergstedt, Grundschule Carl-Cohn-Straße, Stadtteilschule am Hafen in Altona, Grundschule Forsmann Straße

– Bezirksämter: Bezirksamt Altona, Bezirksamt Nord, Bezirksamt Eimsbüttel, Bezirksamt Harburg, Bezirksamt Wandsbek, Gartenbauamt Nord,

– Vereine: Teutonia 10, Teutonia 05, Altona 93, ETV, Blau Weiss Ellas, FC Ellas, FSV Harburg, H.E.B.C, Grün Weiss Eimsbüttel, SV Eppendorf Groß Borstel,

SC Sternschanze, ATV?, Hansa 10/11, TSV Sasel, Lemsahler SV, SV Bergstedt,

SC Sperber, SV Groß Flottbek, SV Eidelstedt, BSV 19, SV Lohkamp,

SC Nienstedten, Vfl Hamonia, Union 03 etc…

 

g – geplant sind kostenlose Angebote außerhalb des Schulunterrichts (Kooperation-Schule-Verein) und Vereinsmodel Schule – Verein die vom HSB gefördert werden.

 

– offene Angebote an sozialen Brennpunkten (Altona , St. Pauli, Eimsbüttel, Osdorf,   Bahrenfeld,Stellingen (Integration durch den Sport)

 

– Mitternachtsfußball (Integration durch den Sport)

 

– sportliche Tagesausflüge für alle Hamburger Schulen im Stadtpark und Altona